
So oder ähnlich fangen alle erfolgreichen Filme, Geschichten oder Märchen an. Mit dieser Einleitung spricht sich der Autor der Geschichte frei von jedem Bezug zur Realität. Es darf in solchen Erzählungen oder filmischen Machwerken hemmungslos übertrieben, gelogen oder gar gemordet werden. Fiktiv!!! So auch in unserer Geschichte…
In einem fernen Land, vor langer Zeit lebte eine Biene… Ups, nein falsche Geschichte. Keine Biene! Gott stieg herab um sich Stadt und Turm anzusehen, die die Menschen bauten. Mist, das war der Turmbau zu Babel. Aber das ist ein durchaus guter Einstieg! Es begab sich in einer fernen Stadt mit dem Namen Dösburg, die einer Minderheit mit mistlamischen Glauben Obdach schenkte. Diese Mistlamisten wollten sich ein Gotteshaus bauen, welches seines Gleichen suchte. Die Obrigkeit, der in einem fernen Land liegenden Stadt Dösburg, schaute schon seit einiger Zeit besorgt auf die Menge der Gläubigen, die sich dort häufte. Immer weiter entfremdeten die streng gläubigen Mistlamisten sich vom Volk der Eingeborenen. Doch der feste Wille, das Grundgesetz (der Volksmund nannte es Friede-Freude-Eierkuchen) mit allen seinen tollen Paragrafen zu befolgen, beflügelte die Bürger und Politker der schönen Stadt Dösburg.
So steht geschrieben, dass ein Jeder das Recht auf freie Ausübung seiner Religion hat. Dazu gehört natürlich auch ein Gotteshaus. Politiker des Landes und der Stadt waren sich einig: Die zugewanderten Freunde mit anderem Glauben können sich nur so schlecht integrieren, weil ihnen ein Platz fehlt, an dem sie sich treffen können. Eine Mordschehe, so die Bezeichnung für ein Gotteshaus des Mistlames, musste her. Das wäre was! Da könnten die Triesten (die im Land mehr als 90% der Glaubenden stellten) sich mit ihren bald neuen Freunden treffen.
Sprache am Arbeitsplatz lernen
Schön war auch, dass sich keiner von den Triesten über den Baulärm und Standort beschwerte. Das erfreute die Obrigkeit so sehr, dass gleich ein großer Teil der Kosten für die Mordschehe übernommen wurde. Blind vom Erfolg fiel gar nicht mehr auf, dass ja gar keine Triesten, die sich hätten beschweren können, in der Nähe der neuen Mordschehe lebten. Sehr schade. So müssen die Triesten jetzt ganz lange Wege in Kauf nehmen, um ihre mistlamischen Freunde zu treffen. Dabei wäre es doch so schön zu erfahren, warum man die Landessprache nicht in der Schule, am Arbeitsplatz oder mit Nachbarn lernen kann. Es wäre auch schön zu verstehen, warum Mistlamen laut ihrem Glauben nicht mit ungläubigen, wie die Triesten verkehren sollten? Allerliebst wäre es auch zu wissen, warum immer so viele Triesten getötet werden müssen. Zum Glück wusste einer der Obrigkeit eine Lösung: Wir brauchen noch mehr Mordschehen, dann können noch mehr Mistlamisten sich mit noch weniger Triesten treffen. Jubelnd stimmten alle ein und viele, viele Jahre später erzählte ein Mistlamist folgende Geschichte: Es war einmal in einem fernen Land in dem die Triesten lebten. Dieses ausgestorbene Volk…
Fazit: Ist es sinnvoll ein Gotteshaus oder einen Glauben mit Geldern zu fördern, gegen die eben dieser Glaube opponiert? Ist es sinnvoll einer Minderheiten-Gruppe einen Treffpunkt anzubieten, welcher ihnen die Möglichkeit bietet, unter sich zu bleiben? Grenzt sich diese Gruppe so nicht noch stärker aus? Ist es in einer Demokratie nicht so, dass sich die Minderheit einem überlegenen Mehrheitsbeschluss beugen muss? Nur so am Rande: Wann wurde der letzte Kirchenneubau in den Medien breit getreten? Welche Folgen eine Ghettoisierung haben kann, sieht man in Amerika: Dort gibt es mitten in den Städten (um nur ein Beispiel zu nennen: Chinatown) fest etablierte Subkulturen, welche sich jedem Kontrollversuch widersetzen und wo das Umfeld sich seine eigenen Gesetze schafft. Diese Parallelgesellschaft existiert hier ebenfalls, auch wenn die Politiker das nicht sehen und sagen wollen.
Einschüchterung und Macht
Das Motto muss miteinander und nicht nebeneinander sein. Sicherlich sollte jeder seinen Glauben frei ausüben dürfen. Doch sind nicht alle Kirchen, Moscheen und Synagogen auch ein Zeichen der Einschüchterung und Macht? Was waren oftmals Gründe für Krieg? Glauben! Evangelisch gegen katholisch, die Christen zusammen gegen die Moslimen. Moderne Kreuzzüge wünscht sich wohl keiner. Doch wie soll eine Religion, welche verbietet, die Gesetze von „Ungläubigen“ anzuerkennen, in einem säkularen Staat integriert werden? Besonders heikel ist diese Frage, wenn der betroffene Staat von einer völlig komplementären Glaubensform dominiert wird. Bei den Scientologen wird die Ablehnung und das Misstrauen offen kommuniziert. Bei den Muslimen scheint dabei eine Grundangst vorhanden zu sein. Sicherlich nicht unbegründet, denn wer möchte schon gern in die Luft gesprengt werden. Es ist bedauerlich, dass immer nur das offensichtliche im Fokus steht. So werden wir Deutschen als blondes, in Lederhosen gekleidetes, Sauerkraut essendes, Sieg Heil schreiendes Volk wahrgenommen. Ich entschuldige mich schon im Vorfeld, falls meine kritischen Äußerungen als Glaubensrassismus aufgefasst werden. Vielleicht baut die deutsche Regierung ja den „Braunen Kameraden“ auch ein schönes Domizil, damit das „Deutsche“ Gedankengut gepflegt werden kann.
In meiner äußerst einfachen Art, kann ich persönlich nicht unterscheiden zwischen Fundamentalisten und Faschisten.
PS: In einer renommierten Tageszeitung war zu lesen, dass eine Familie islamischen Glaubens ihre Deutschen Pässe vernichtete und offen zum Widerstand gegen die ungläubige Regierung Deutschlands aufrief. Ist das Integrationswillen? Um den Pass eines Landes zu erhalten sollte mehr erforderlich sein, als nur einige Jahre in dem Land zu leben. Ich meine, ist es wirklich schlimm zu sagen und zu meinen: „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“?
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